Rezeptive Fertigkeiten

Die rezeptiven Fertigkeiten Hören und Lesen gehen den produktiven Fertigkeiten Sprechen und Schreiben voraus und stehen in einer positiven Wechselwirkung zueinander: Verbessert sich das Hörverstehen/das Hör-/Sehverstehen, steigert sich auch das Leseverstehen und umgekehrt. Bei beiden ist es für die Lehrperson schwer, die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler umfassend einschätzen und feststellen zu können. Sie sind nicht direkt messbar, sondern können hauptsächlich  über die produktiven Fertigkeiten, also Sprechen oder Schreiben über das Gehörte bzw. Gelesene, erfasst werden. Trotzdem oder gerade deshalb ist es wichtig, dass die Lehrperson das Hör- wie auch das Leseverstehen als eigenständige Bereiche des DaZ-Unterrichts aufgreift und gezielt trainiert. Mündliche und schriftliche Begegnungen mit (literarischen) Texten erleichtern den Schülerinnen und Schülern nicht zuletzt den Zugang zum Verfassen von Texten.